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NEUES AUS SACHSEN

28.06.2010
94.500 Studierende sind Eltern

Wo kommen ihre Kinder unter?

Studentenwerke haben bundesweit 6.200 Plätzen in 194 Kinderbetreuungseinrichtungen.

Mehr als die Hälfte der Kita-Plätze sind für unter 3-Jährige, die in den meisten Bundesländern noch keinen Anspruch auf Kindergartenplätze haben.

Das Studentenwerk Freiberg hat die höchste Versorgungsquote.

Von den Studierenden im Erststudium in Deutschland wagen 5% den Spagat zwischen Studium und Elternschaft. In den neuen Bundesländern sind es sogar 7%. In absoluten Zahlen gibt es in Deutschland insgesamt 94.500 studentische Eltern. Das hat die jüngste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) ergeben.

Das Studentenwerk Freiberg legte am 25. Juni 2010 den Grundstein für seine zweite Kindertagesstätte. Bis zum Sommer 2012 sollen 35 Krippen- und 25 Kindergartenplätze entstehen. Die Kosten von 1,9 Millionen Euro übernimmt zu 65% die Stadt Freiberg, 10% kommen vom Bund und vom Landkreis, den Rest bestreitet das Studentenwerk Freiberg mit eigenen Mitteln. Die Nachfrage ist riesig; wäre heute Eröffnung, wäre die Kita schon komplett ausgebucht.

Das Studentenwerk Freiberg verdoppelt damit die Zahl seiner Kita-Plätze auf 120. Stefan Grob, Stellvertreter des DSW-Generalsekretärs, freut sich: „Damit hat das Studentenwerk Freiberg als kleinstes Studentenwerk Deutschlands, gemessen an der Zahl der betreuten Studierenden, die höchste Versorgungsquote mit Kita-Plätzen.“

Grob führt weiter aus: „In den letzten Jahren haben die Studentenwerke ihr Angebot an Kinderbetreuung stetig ausgebaut und haben nun bundesweit rund 6.200 Plätze in 194 Einrichtungen, davon über 50% für unter Dreijährige. Für diese Kinder gibt es den größten Betreuungsbedarf, denn ihre studentischen Eltern haben in vielen Ländern noch keinen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.“

Das Studentenwerk Freiberg steht mit seinen zahlreichen Angeboten für Studierende mit Kind exemplarisch für die 58 Studentenwerke in Deutschland. In seinen Mensen gibt es Kinderecken und Wickelplätze; studentische Eltern können sich in der Cafeteria Aufwärmgeräte für Babynahrung ausleihen. Am bekanntesten ist das Begrüßungsgeld: Jedes neue Studentenkind erhält vom Studentenwerk Freiberg 50 Euro.

Die zwölf ostdeutschen Studentenwerke betreiben 20 Kitas in eigener Trägerschaft mit etwa 1.200 Plätzen. „Die Leistungen der Studentenwerke schärfen das familienfreundliche Profil der Hochschulen“, betont Grob.

Früh- und Spätbetreuung, flexible Kurzzeitbetreuung, Kinderspeisekarten, Ausleihservice von Kindersachen im Wohnheim: Ihre Angebote für Studierende mit Kind schildern die ostdeutschen Studentenwerke in der Broschüre „Studieren mit Kind. Ein Mutmacher“; hier der Download (60 Seiten):
http://www.studentenwerke.de/pdf/Studieren_mit_Kind_Januar_2010.pdf

Presse-Ansprechpartner beim Studentenwerk Freiberg:
Thomas Schmalz, Pressesprecher, Tel. 03731 383 200 oder mobil 0162 433 7702, Thomas.Schmalz@swf.tu-freiberg.de



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